Brautkleider nicht nur für die Hochzeit – So lässt sich das Traumkleid färben und weitertragen

Für viele Frauen ist das Brautkleid eines der schönsten und bedeutungsvollsten Kleidungsstücke ihres Lebens. Stundenlang wird nach dem perfekten Modell gesucht, anprobiert und gefeiert – und am großen Tag strahlt es mit der Braut um die Wette. Doch nach der Hochzeit? Wandert das Kleid oft in den Schrank oder in eine Kiste und verstaubt dort für immer. Dabei steckt so viel Potenzial in einem Brautkleid, denn mit ein paar Tricks lässt sich das elegante Stück ganz einfach in ein modisches Alltags- oder Eventkleid verwandeln – und das ganz ohne kitschige Hochzeitsvibes.
Ein besonders angesagter Trend dabei: Brautkleider färben und umstylen, um sie auch nach der Hochzeit noch zu tragen. In diesem Blogartikel zeigen wir dir, wie du deinem Kleid ein zweites Leben schenkst und warum es sich lohnt, das Traumkleid noch lange nach dem Jawort auszuführen.
Warum das Brautkleid nach der Hochzeit nur herumliegen lassen?
Wenn wir ehrlich sind: Kaum jemand zieht sein Brautkleid ein zweites Mal in genau dieser Form an. Es sei denn, man wird zu einer Motto-Party eingeladen oder nimmt an einem Trash-the-Dress-Shooting teil. Aber mal Hand aufs Herz – dafür ist dieses wertvolle Kleid viel zu schade!
Die Alternative: Gib deinem Kleid ein Makeover und verwandle es in ein schickes Abendkleid, Sommerkleid oder Partydress. Durch das Färben des Brautkleids erhält es einen komplett neuen Look, der sich perfekt in deinen Alltag oder besondere Anlässe integrieren lässt.
Brautkleider färben – wie funktioniert das überhaupt?
Das Färben von Brautkleidern ist mittlerweile ein echter Geheimtipp für DIY-Fans und modebewusste Frauen, die Nachhaltigkeit schätzen. Doch nicht jedes Kleid eignet sich gleich gut für diesen Prozess.
Hier ein paar wichtige Punkte vorab:
1. Das Material prüfen
Die meisten Brautkleider bestehen aus empfindlichen Stoffen wie Chiffon, Tüll, Organza oder Spitze. Naturmaterialien wie Baumwolle oder Seide lassen sich grundsätzlich besser färben als synthetische Stoffe. Mischgewebe wiederum reagieren unterschiedlich auf Färbemittel.
Tipp: Schaue auf das Etikett deines Kleides und informiere dich, aus welchem Material es besteht. Je nach Stoffart gibt es spezielle Farben, die sich für das jeweilige Gewebe eignen.
2. Professionelle Färberei oder DIY?
Wenn dein Kleid teuer war oder du unsicher bist, raten wir dir zu einer professionellen Färberei, die Erfahrung mit empfindlichen Stoffen hat. Diese beraten dich auch hinsichtlich der Farbwahl und können Proben durchführen.
Bist du experimentierfreudig und dein Kleid ist robust genug? Dann gibt es Textilfarben für die Waschmaschine oder zum Einlegen. Wichtig dabei ist, dass du den Farbverlauf gut planst und das Kleid vorher testest – z. B. an einem kleinen Abschnitt des Futters.
3. Die richtige Farbe wählen
Besonders beliebt sind sanfte Pastelltöne wie Rosé, Hellblau oder Mint, die sich hervorragend für filigrane Stoffe eignen und nicht zu kräftig wirken. Für den großen Auftritt kannst du aber auch mutig sein: Smaragdgrün, Bordeauxrot oder Navyblau machen aus deinem Brautkleid ein echtes Statement-Piece.
Und nach dem Färben? Upcycling-Ideen fürs Brautkleid
Mit neuer Farbe allein ist es noch nicht getan. Häufig lohnt es sich, das Kleid auch umschneidern zu lassen, um den typischen Hochzeits-Look zu brechen.
Hier ein paar Inspirationen:
- Maxikleid für den Sommer – Besonders fließende Stoffe eignen sich perfekt für ein luftiges Sommerkleid. Durch das Kürzen des Saums und das Entfernen von zu opulenten Details entsteht ein neues Lieblingsstück für warme Tage.
- Cocktailkleid für Feste – Mit einem neuen Schnitt und intensiver Farbe verwandelst du dein Brautkleid in ein elegantes Kleid für Geburtstage, Jubiläen oder andere Feierlichkeiten.
- Braut-Zweiteiler – Aus dem Rock und dem Oberteil des Brautkleids können zwei eigenständige Pieces werden, die du getrennt kombinierst. Ein weißes Spitzen-Top zur Jeans oder ein edler Seidenrock mit schlichter Bluse – alles ist möglich. Besonders im Trend sind hier sogenannte Mix & Match-Looks, die sich individuell zusammenstellen und später flexibel tragen lassen.
- Accessoires aus Brautkleid-Resten – Falls beim Umbau Stoff übrig bleibt, kannst du daraus Haarbänder, Taschen oder sogar Halstücher nähen lassen.
Nachhaltigkeit trifft Emotion
Durch das Upcycling und Färben deines Brautkleids tust du nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern bewahrst auch die Erinnerung an deinen besonderen Tag auf eine ganz neue Art und Weise. Statt das Kleid in einer Box zu verstauen, wird es zum Begleiter deines Alltags oder zu einem echten Hingucker bei besonderen Events.
So bleibt dein Brautkleid nicht nur ein Symbol der Liebe, sondern auch ein Teil deines Lebens – mit Geschichte, Farbe und Stil.
Fazit: Aus alt mach neu – Brautkleider clever weitertragen
Wer sagt, dass ein Brautkleid nur für einen Tag gemacht ist? Mit ein bisschen Mut zur Veränderung, einer guten Idee und der passenden Farbe wird aus deinem Hochzeitskleid ein echtes Lieblingsstück für viele weitere Jahre. Ob als Partyoutfit, Sommerkleid oder Designerstück im Eigenbau – die Möglichkeiten sind fast grenzenlos.
Also: Hol dein Kleid aus dem Schrank und schenke ihm ein zweites Leben!
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